Klänge aus der Stille
| 26. September 2026 | |
| 19:00 | |
| Nürnberg | |
| Klarakirche |
In ihrem Programm „Klänge aus der Stille“ erklingen Kompositionen für Shakuhachi, sogenannte „Honkyoku“ („Urstücke“), welche das Kernrepertoire dieses Instruments bilden. In ausdrucksvoller und klangmalerischer Weise werden häufig Naturszenen und -stimmungen nachgezeichnet, was sich auch in den Titeln widerspiegelt: So imitiert beispielsweise „Shika no Tone“ („Der ferne Ruf der Hirsche“) die im tiefen Herbstwald an den entfernten Partner gerichteten Brunftschreie der Hirsche, „Tsuru no sugomori“ („Die nistenden Kraniche“) beschreibt unter Verwendung farbenreicher finger-und zungentechnischer Effekte der Flöte die verschiedenen Stationen im Lebenszyklus des Kranichs, der im asiatischen Gedankengut ein langes Leben symbolisiert. Die zum Teil Jahrhunderte alten Stücke schöpfen so aus den vielfältigen musikalischen und technischen Ausdrucksmöglichkeiten der Shakuhachi – und bewahren dabei doch ein Gefühl der inneren Stille, welche ein Ideal nicht nur des Zen, sondern aller Mystik darstellt.

